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Die Erfindung des Internetz und seine Verbreitung

Das Internetz wurde bereits 1857 von einem Ingenieur der BBC in Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch (Hinterengland) erfunden, konnte aber mangels geeigneter Computer zu dieser Zeit noch nicht ausprobiert werden. Das änderte sich erst mit Einführung der 16-Bit-Mikroprozessoren in den 70ern des letzten Jahrhunderts, die erstmals genügend Speicher adressieren konnten, um den Namen des Ortes aufzunehmen, sowie der Verbreiterung der bundesdeutschen Datenautobahnen auf vier Spuren unter der Regierung von Helmut Kohl.

Aber auch zu dieser Zeit führte das Internetz noch ein relatives Schattendasein, was u.a. damit zu tun hatte, dass man alle Befehle damals in schnörkellose Programme mit witzigen Namen wie gopher oder uucp einzutippen hatte, was nur wenigen fehlerfrei gelang. Erst mit der Erfindung der Maus durch Microsoft kam ein Forscher beim CERN auf die Idee, alle Befehle einmal zu verlinken und somit anklickbar zu machen. Von dort bis zur Erfindung des World Wide Web war es dann nur noch ein halber Meilenstein, also quasi ein Katzensprung.

Das World Wide Web und der Browser »Mosaic«

Web 0.1: Mosaic

Das World Wide Web (zu deutsch etwa: Weltweites Spinnernetz) entstand gewissermassen als Abfallprodukt aus der Suche nach Schwarzen Löchern am Teilchenbeschleuniger des CERN, dem Forschungsinstitut für strenggläubige Wissenschaftler in Genf, die sich einen Spaß daraus machen, Teilchen so lange zu teilen, bis nichts mehr davon übrig bleibt, um sich dann zu wundern, warum da nichts mehr ist. Der Forscher Hermann August Schrödinger wollte zur Abwechslung mal seine Katzenfotos mit den anderen Kollegen teilen und erfand in einer Mittagspause spontan das Web 0.1. Es wurde so genannt, weil alles, was nagelneu ist, immer die Versionsnummer 0.1 bekommt. Nun nützt ein Web nicht so viel, wenn man keinen Browser hat, mit dem man durch das Web surfen kann, deswegen entwickelte das NCSA, das nationale Institut für Supercomputing in den USA, den Browser »Mosaic«. Die erste Seite, die so ein Browser anzeigt, nachdem man ihn gestartet hat, nennt man Heimseite. Computer, auf denen Heimseiten rumliegen, bis sie im Browser serviert werden, nennt man folgerichtig Servierer (englisch: Server). Mosaic konnte zwar schon immer farbige Bilder und poppige Seiten darstellen, aber da es damals so gut wie nur Schwarz-Weiss-Bildschirme gab, waren farbige Webseiten ausschließlich den Hippies in der Ashbury Street bei Berkeley nach Einnahme gewisser Substanzen vorbehalten.

Die ersten Versionen von Mosaic liefen auf UNIX-Systemen und weil es zu dieser Zeit weit und breit keine anderen Graphiksysteme gab, kauften die Leute nun eben UNIX-Systeme, obwohl alle TCO-Fachleute energisch davon abrieten. Zum Glück nahm keiner diese Schwätzer ernst.


Mit Phantasie von Web 0.1 zum Web 0.5

Web 0.5: Netscape

Schnell spannte sich ein Netz aus lauter Web-Angeboten über den ganzen Globus und Heimseiten mit interessanten Inhalten schossen förmlich aus dem Web wie sonst nur Pilze aus dem Boden oder Amerikaner wild um sich. Besonders beliebt waren bei Ingenieuren Heimseiten mit der Beschreibung ihrer Hobbies wie zum Beispiel Elis berühmte Katzengalerie. Leute mit weniger Phantasie oder solche ohne Hobbies stellten ihre zumeist langweiligen Lebensläufe mit abschreckenden Passfotos in's Web, zusammen mit Links auf weitere Heimseiten, welche die langweiligen Lebensläufe und abschreckenden Passfotos ihrer Kollegen zeigen. Einige Leute mit mehr Phantasie sahen rechtzeitg den Neuen Markt am Horizont aufdämmern und gründeten eine Firma namens »Netscape«, die den gleichnamigen Browser entwickelte, mit welchem die Leute ohne Phantasie ganz neue Heimseiten jetzt noch hipper gestalten konnten, denn Netscape erlaubte neben Katzenbildern auch die Wiedergabe von typischen Katzengeräuschen sowie die Darstellung einer Handvoll Farben — wenn auch nur für Texte und nicht für Bilder. Weil es vier Versuche brauchte, bis der Browser funktionierte, nannte man das neue Web nun Web 0.5. Flugs wurden alle Heimseiten auf Web 0.5 umgestellt und Katzenfreunde weltweit mussten sich mit AIFF-, AU-, WAV- und MPEG-Formaten rumärgern.

Netscape-Browser gab es damals für UNIX, MUNIX, Solaris und Mac OS. Microsoft hatte zwar mit Fenster ein graphisches System schon nacherfunden und es gab auch den Netscape-Browser dafür, aber weil sie den Anschluß an's Internetz komplett verpennt hatten, konnte man auf deren Systemen nur die heimische Festplatte surfen, was recht schnell langweilig wurde, da man ja seiner eigenen Katze zuhause auch ganz ohne Fenster beim treuherzig zurückgucken zuschauen konnte.


Der öffentliche Durchbruch: Web 1.0

Web 1.0: Mozilla

Netscape änderte fünfmal seinen Namen und entwickelte einen ganz neuen Browser, der nun auch farbige Hintergründe und blinkenden Text beherrschte; dies war die Geburtsstunde von Web 1.0. Mit Web 1.0 war es außerdem möglich, farbige Bilder einzubinden, was eine ganz neue Art von Heimseiten nach sich zog, nämlich farbige Katzengalerien. Der Name des Browsers sollte eigentlich »Godzilla®« lauten, aber aus wettbewerbsrechtlichen Gründen änderte man den Namen zu »Mozilla«. Dies führte übrigens zu der weitverbreiteten Sitte, für neue Startups und Produkte Namen zu erfinden, in dem man einfach Buchstaben auswürfelt, Konsonanten am Anfang oder Ende des Worts verdoppelt oder einfach einen Sack voller Scrabble-Spielsteine hinter sich wirft und nachguckt, was dabei rauskommt.

Nun war Mozilla für UNIX gemacht und auch kostenlos erhältlich, aber so ein UNIX-System für Normalanwender zu teuer. Inzwischen gab es auch ein neues System, das aussah wie UNIX, sich anfühlte wie UNIX und sich wie UNIX bedienen ließ und zudem kostenlos war, aber das nicht UNIX heissen durfte, weil auf diesen Namen schon die Anwälte von AT&T den Finger drauf hatten. Der Erfinder der Software taufte sein System nicht nur deswegen GNU für »GNU is Not UNIX« und schlug so den AT&T-Anwälten ein Schnippchen, weil bei jeder Gerichtsverhandlung wegen Urheberrechtsverletzung am Ende herauskam, dass GNU ja erklärtermassen kein UNIX war. Da jedoch niemand zu der Zeit verstand, was ein rekursives Akronym sein soll und was für eine Katzenart GNUs eigentlich sind, suchte man nach eine neue Bezeichnung und griff auf den leicht variierten Namen des Entwicklers eines multitaskingfähigen Schedulers eines anderen Systems zurück, der zwar kein Foto einer Katze, aber dafür eines seines Hundes auf seiner Heimseite hatte. So wurde schließlich der Name Linux für das Nicht-UNIX-System verwendet und dessen Vebreitung verhalf Web 1.0 zu einem größeren Bekanntheitsgrad.


Das Commercial Web 2.0

Web 1.0: Mozilla

Nachdem eine breitere Öffentlichkeit vom World Wide Web Notiz genommen hatte (Ausnahme: Politiker), schwang sich ein neuer Markt zu wahren Höhenflügen auf: Marketing-Leute, Finanzhaie und Luftblasen-Spekulanten fanden heraus, dass sich immer mehr Jugendliche von den herkömmlichen Massenmedien ab- und den Katzengalerien im Web zuwandten. In kurzer Zeit entwickelte sich eine ganz neue Industrie für Web-basierte Bestellsysteme für allerlei Katzenzubehör, was zum Web 2.0 führte, das von einem gewissen Tim O'ldtimer auch mit dem mißverständlichen Begriff »Social Networking« bezeichnet wurde, aber in dieser Version mit sozialen Netzen noch gar nichts zu tun hatte. Ein besonderes Merkmal von Web 2.0-Heimseiten sind mikroskopisch kleine Schriftgrößen, Werbebanner ohne Ende, Eingabefelder für Suchmaschinen, die das Gesuchte regelmäßig nicht finden und viele bunte Buttons im Browser, die exakt das selbe tun wie die Menüfunktionen, die schon immer da waren, wo sie eben sind: im Menü. Der erste Web 2.0-fähige Browser war Mozilla von Netscape, der jetzt wieder Netscape hieß, weil die Firma Netscape inzwischen bei AOL "drin" war.

Der neue Markt, der sich mit Web 2.0 entwickelte, crashte ziemlich schnell, was maßgeblich damit zu tun hatte, dass es einfach zu lange dauerte, bis eine über's Web bestellte Pizza von Los Angeles nach Berlin oder auch München geliefert wurde ohne dabei kalt zu werden. Auch brachten die Werbebanner nicht immer den gewünschten Erfolg, da einige findige Entwickler Plug-ins (Einstöppsler) für den Browser programmierten, die Werbung einfach so mir nichts Dir nichts wieder ausblendeten, nachdem sie kurz auf der Heimseite eingeblendet worden war, damit der Browser den auszulassenden Platz berechnen konnte. Ausserdem kamen Millionen Windows-Benutzer zum Web, weshalb die Datenleitungen heillos verstopften und bis heute für Antwortzeiten sorgen, die man schon von Akustikkopplern aus den 80ern kennt, was die Akzeptanz von Web 2.0-Heimseiten zwar nicht fördert, aber wenigstens die ISPs reich macht.


Social Networking, Mitmach-Web und Goldkettchenpflicht bei Mash-Up-Web 3.4

Web 1.0: Mozilla

Der vorläufige Höhepunkt der Entwicklung des World Wide Web ist das sogenannte Social Networking, welches mit Web 3.4 am 30. Februar 2005 offiziell eingeführt wurde. Besondere Merkmale von Web 3.4 sind in die Browser eingebaute Viren, die meist gutartig sind und — ohne dass man das dem Browser ansieht — das Nachladen von fremden Heimseiten anstelle des vermeintlichen Inhalts erlauben (sog. Mash-Up, im Prinzip also der alte Hut des Ver- oder Ablinkens). Hierdurch lässt sich das Manko ausgleichen, dass das zugrundeliegende Protokoll für die Übertragung von Katzengalerien aus gutem Grund eine asynchrone Kommunikation vorsah.

Durch die revolutionäre Technik des Mash-Up ist es nun möglich, Videos in Webseiten einzubetten, die man zum Spaß in sog. Blitz-Behälter einbettet, welche ursprünglich einmal nur für die Navigation vorgesehen waren, die aber erstens nicht immer fehlerfrei abliefen, weil der Hersteller mit offenen Systemen und auch dem Internetz als solchem keine Erfahrung hat, und die zweitens ohnehin vollkommen sinnlos waren, da ja jeder Browser ohnehin schon eigene Navigationselemente enthielt. Manche Leute bezeichnen das Mash-Up-Web auch als Mitmach-Web, weil hinter den Kulissen einer Heimseite jemand anderes mitmachen kann und z.B. beim Online-Banking PIN- bzw. TAN-Nummern wegangelt (sog. »Fischer«, aber mit »Ph« vorne, weil das hipper klingt).

Ein altes Phänomen des Web 0.1 kommt auch in Web 3.4 mit neuer Bezeichnung wieder zum Vorschein: Die Weblogs oder kurz Blogs (gesprochen: Blox). Weblogs sind eigentlich Logfiles, also Dateien mit Protokollmeldungen des Web-Servers. Ein Blog wird daraus, wenn man diese Einträge direkt auf die eigentliche Heimseite umlenkt (sogenannte Trackbacks) und Bookmarks nunmehr Permalinks nennt. Der Effekt von Trackbacks ist, dass man sehen kann, wer alles diese Heimseite aufgerufen, zitiert, kommentiert, gelesen oder nicht verstanden hat. Leute, die Weblogs betreiben, nennt man auch Blogger. Leute, die in Blogs ihre Hobbies oder ihren Lebenslauf beschreiben, nennt man Katzenfreunde oder Langweiler. Im Gegensatz zu Web 0.1 haben Heimseiten der Generation 3.4 allerdings Bewegtbilder an der Stelle, an der früher nur Schwarz-Weiss-Fotos von Katzen waren und außerdem kann man über sogenannte Maps nachschauen, wo die Katze gerade in der Gegend rumläuft, wenn sie grad mal nicht von der Heimseite runtergucken muss, und unter welchem Spitz- oder Flachdach das Frauchen/Herrchen der Katze eigentlich deren Futternapf befüllt. Aber auch ein Nachteil des Web 3.4 soll hierbei nicht verschwiegen werden: Man kann sich nicht ganz sicher sein, ob die vermeintlich nette Katzen-Chatpartnerin nicht doch vielmehr ein goldkettchenbehängter BMW-Fahrer mitten in der Midlife-Crisis ist.

Web 3.4-fähige Browser gibt es wie Sand am Meer und sie laufen genau so langsam wie früher ab auf allen modernen Systemen, die mindestens über einen 3 GHz-Prozessor und 2.000 MB Hauptspeicher verfügen. Die Entwicklung von Browser-Software geht heutzutage rasend schnell voran, weil alle vorher eingebauten Sicherheitslöcher nachher durch noch mehr Plug-Ins laufend wieder gestopft werden müssen. So entstand eine ganz neue Industrie, deren Produkte im Browser eingebaut werden, um das wieder auszubauen, was die Browser-Hersteller dort zuallererst eingebaut haben. Die Namen populärer Browser sind: Eroberer, Oper, Internet Explodierer Entdecker, Feuerfuchs, Urzeit-Monster (auf Basis der Echsenmaschine), Großwildjagd, Eiswiesel oder Donnervogel je nach Hersteller und vorrangigem Einsatzzweck.


Grußwort und Danksagung von Frau Meier-Müller-Schmitz (1. von links im Bild rechts)

Selbstverständlich sind weder das Web, noch Suchmaschinen oder gar Blogs grundsätzlich verkehrt, ebensowenig Katzengalerien. Fraglich ist aber, wer all das denn noch lesen soll, wenn jeder Heimseiten-Betreiber auch einen Blog aufmacht, in dem er den sonntäglichen Ablauf seines Familienlebens beschreibt — inkusive Foto des Haushunds — und noch dazu von wildfremden Lesern kommentieren läßt. Deswegen halte ich Sie jetzt nicht mehr weiter auf und habe sowohl die Kommentarfunktion, das Forum, die Webcam und den Chat in diesem Blog vorübergehend abgeschaltet. Herzlichen Dank, dass Sie bis hierher alles durchgelesen haben! Sie sind nunmehr ein zertifizierter Internetz-Insider und dürfen ungestraft langweilige Katzengalerien und Katzenblogs im World Wide Web oder in Ihrer Tageszeitung veröffentlichen.


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